Die Planeten im November
 
Merkur

Merkur steht am 24. mit einem Abstand von 21,9° in größter östlicher Elongation zur Sonne. Zu einer Sichtbarkeit am Abendhimmel reicht es aber nicht, da Merkur am Elongationstag mit weniger als -25° deutlich südlicher im Tierkreis steht, als die Sonne.



Venus

Die Morgensternperiode der Venus ist noch nicht beendet, allerdings wird sie trotz ihrer großen Helligkeit im letzten Monatsdrittel zu einem schwierigen Gestirn tief in der hellen, südöstlichen Morgendämmerung. Die enge Konjunktion von Venus und Jupiter am 13. kann bei klarer Sicht aber noch gut gesehen werden. Dabei zieht die Venus mit etwas mehr als einem halben Vollmonddurchmesser Abstand nördlich an Jupiter vorbei. Der Venusaufgang verspätet sich von 5:47 Uhr am 1. über 6:32 Uhr am 15. bis auf 7:20 Uhr am letzten Tag des Monats. Damit kann die Venus zu Monatsbeginn noch rund 1 Stunde und 20 Minuten gesehen werden. Zum Monatsende hin sind dann schon gute Sichtbedingungen erforderlich, um die Venus noch für 10 bis 15 Minuten mit bloßem Auge aufzuspüren.

Planetenlauf Venus von September bis Dezember durch die Sternbilder Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion und Schlangenträger

Mond mit Venus und Jupiter morgens am 17. November

Sichtbarkeitsdiagramm Venus



Mars

Der rote Planet Mars kann weiterhin am Morgenhimmel gesehen werden. Er wandert recht flott durch das Sternbild Jungfrau und passiert am 28. deren Hauptstern Spica mit knapp 7 Vollmonddurchmessen nördlichem Abstand. Die Marshelligkeit steigert sich minimal, was aber im Vergleich zum Jungfrauenhauptstern kaum auffallen dürfte. Der Marsaufgang stagniert nahezu und erfolgt am 1. um 4:16 Uhr, am 15. um 4:11 Uhr und am letzten Tag des Monats um 4:06 Uhr. Da sich der Sonnenaufgang aber weiter deutlich verspätet, vergrößert sich die Mars-Sichtbarkeitsdauer im Laufe des Monats von 2 bis auf 3 Stunden.

Planetenlauf Mars von August bis zum Jahresende durch die Sternbilder Zwillinge, Krebs, Löwe und Jungfrau

Mond mit Mars und Spica morgens am 15.November

Sichtbarkeitsdiagramm Mars



Jupiter

Jupiter hat seine Konjunktion gerade hinter sich. Die deutlich schnellere Sonne läuft in östlicher Richtung davon, Jupiter bleibt hinter ihr zurück. Bereits am 7. oder 8. (Jupiteraufgang am 8. um 6:40 Uhr) ist sein Abstand zur Sonne ausreichend groß, so dass es an diesen Tagen unter günstigen Sichtbedingungen erstmals für eine kurze Sichtbarkeit am Morgenhimmel reichen kann. Während der Folgetage verfrüht sich der Jupiteraufgang von 6:21 Uhr am 15. bis auf 5:40 Uhr am letzten Tag des Monats, während die Sonne immer später aufgeht. So kann Jupiter ab der 2. Monatshälfte wieder gut gesehen werden und wird zum Monatsende hin ein auffälliges Gestirn am südöstlichen Morgenhimmel.

Planetenlauf Jupiter von November 2017 bis Oktober 2018 durch die Sternbilder Jungfrau und Waage

Konjuntion Venus / Jupiter morgens am 13. November

Sichtbarkeitsdiagramm Jupiter



Saturn

Saturn wird langsam von der Sonne eingeholt und verabschiedet sich vom Abendhimmel. Zu Monatsbeginn kann er noch rund 1 Stunde und 20 Minuten gesehen werden. Nach dem 1. Monatsdrittel sind schon gute Sichtbedingungen erforderlich, um den gelblichen Ringplanet während der fortschreitenden Abenddämmerung tief in südwestlicher Richtung zu sehen. Eine gute Orientierungshilfe für eine vielleicht letzte Saturnsichtbarkeit am Abendhimmel bietet die schmale, zunehmende Mondsichel, die sich am Abend des 20. und 21. unweit von Saturn aufhält. Spätestens um den 26. herum wird Saturn dann schließlich auch unter guten Sichtbedingungen verschwunden sein. Der Saturnuntergang erfolgt am 1. um 19:24 Uhr und verfrüht sich über 18:35 Uhr am 15. bis auf 18:00 Uhr am 25. November.

Planetenlauf Saturn von Januar bis Dezember 2017 durch die Sternbilder Schlangenträger und Schütze

Mond mit Saturn abends am 20. November

Sichtbarkeitsdiagramm Saturn



Die Fernglasplaneten Uranus und Neptun

Uranus hat seine Opposition gerade hinter sich und bietet von Dunkelheitseinbruch an beste Bedingungen für ein erfolgreiches Aufsuchen. Zur Monatsmitte geht Uranus um 22:27 Uhr durch den Meridian im Süden, zum Monatsende um 21:26 Uhr. Vom Morgenhimmel zieht sich Uranus spürbar zurück: Geht er am 1. noch während der Morgendämmerung um 6:19 Uhr unter, so verschwindet er am 15. um 5:21 Uhr und am letzten Tag des Monats um 4:19 Uhr.
Neptun wird am 22. wieder rechtläufig und beendet damit seine Oppositionsperiode. Trotzdem kann auch er noch gut gefunden werden, auch wenn er deutlich tiefer steht als Uranus. Wenn es abends dunkel genug für Neptun ist, finden wir ihn im Sternbild Wassermann nahe seiner Höchststellung im Süden. Vom Morgenhimmel zieht sich Neptun aber ganz zurück: Geht er am 1. noch um 2:06 Uhr unter, so verschwindet er am 15. um 1:10 Uhr und am letzten Tag des Monats bereits um 0:11 Uhr unter dem westlichen Horizont. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Neptun bereits rund 50 bis 55 Minuten vor seinem Untergang durch Lichtschwäche und Horizontdunst unbeobachtbar wird.

Planetenlauf Uranus von Juni 2017 bis Ende Mai 2018 im Sternbild Fische
Planetenlauf Neptun von Mai 2017 bis Ende April 2018 im Sternbild Wassermann

Uranus und Neptun abends am 20. November

Sichtbarkeitsdiagramme Uranus und Neptun