Die Planeten im Januar
 
Merkur

Der sonnennächste Planet Merkur steht am 2. mit einem Abstand von 22,6° in größter westlicher Elongation zur Sonne und kann während der ersten 2 Wochen des neuen Jahres am Morgenhimmel gesehen werden. Am Neujahrstag ist Merkur für rund eine Stunde tief in der südöstlichen Morgendämmerung sichtbar. Da sich Merkur aber flink auf den Winterpunkt zubewegt, den Abstand zur Sonne verkürzt und dabei schnell südlichere Stellungen im Tierkreis erreicht, während die Sonne bereits ihren Anstieg begonnen hat, verschlechtern sich seine Beobachtungsbedingungen trotz langsam zunehmender Merkurhelligkeit schnell. Am 8. kann Merkur noch für 30 bis 35 Minuten gesehen werden. Die letzte Sichtchance für 5 bis 10 Minuten bietet sich am 13. Januar, danach ist Merkur verschwunden. An diesem Tag steht Merkur in Konjunktion mit Saturn, wobei er mit etwas mehr als einem Vollmonddurchmesser südlichem Abstand am Ringplaneten vorbeizieht.

Planetenlauf Merkur von November 2017 bis Februar 2018 duch die Sternbilder Waage, Skorpion, Schlangenträger, Schütze, Steinbock und Wassermann

Saturn, Antares, Mars und Jupiter morgens am 1. Januar
Konjunktion Merkur / Saturn morgens am 13. Januar

Sichtbarkeitsdiagramm Merkur



Venus

Venus steht am 9. in oberer Konjunktion zur Sonne und kann den ganzen Monat über nicht gesehen werden.



Mars

Der rote Planet Mars kann zu Jahresbeginn am Morgenhimmel gesehen werden. Er läuft recht flott durch das Sternbild Waage, wo er am 7. den deutlich helleren Jupiter mit einem knappen, halben Vollmonddurchmesser südlichem Abstand überholt, und erreicht am Monatsende bei weiter abnehmenden Deklinationen den Skorpion. Die Marshelligkeit nimmt leicht zu, und am Monatsende ist Mars immerhin schon so hell wie Regulus im Sternbild Löwe. Wenn es Morgens hell wird, finden wir Mars kurz vor seiner Höchststellung in südlicher Richtung. Die Marsaufgang stagniert weiterhin nahezu und erfolgt am 1. um 3:54 Uhr, am 15. um 3:48 Uhr und am letzten Tag des Monats um 3:39 Uhr. Da sich ab Januar aber auch der Sonnenaufgang wieder verfrüht, bleibt die Mars-Sichtbarkeitsdauer konstant bei 3 1/2 Stunden.

Planetenlauf Mars Januar bis März 2018 durch die Sternbilder Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische

Konjunktion Mars / Jupiter am 7. Januar

Sichtbarkeitsdiagramm Mars



Jupiter

Jupiter kann zu Jahresbeginn am Morgenhimmel gesehen werden und hält sich im Sternbild Waage auf, wo er ja am 7. vom schnelleren Mars überholt wird. Während Mars nach Osten davonläuft, kommt Jupiter deutlich langsamer vom Fleck, wodurch sich die Jupiter-Aufgangszeiten schneller verfrühen. Geht Jupiter am 1. noch um 4:08 Uhr auf, so erfolgt der Jupiteraufgang am 15. um 3:25 Uhr und am letzten Tag des Monats bereits um 2:33 Uhr. Damit verlängert sich seine Sichtbarkeitsdauer recht deutlich von 3 1/2 bis auf 5 Stunden. Wenn es morgens hell wird, kann Jupiter in südlicher Richtung nahe seiner Höchststellung gesehen werden.

Planetenlauf Jupiter von November 2017 bis Oktober 2018 durch die Sternbilder Jungfrau und Waage

Mond mit Jupiter und Mars morgens am 11. Januar

Sichtbarkeitsdiagramm Jupiter



Saturn

Saturn im Sternbild Schütze, der im letzten Jahr fast exakt zur Wintersonnenwende in Konjunktion zur Sonne stand, hält sich zunächst noch unsichtbar mit der Sonne am Taghimmel auf. Bis zur Monatsmitte hat sich die Sonne so weit von Saturn entfernt, dass um den 15. herum mit einer ersten, kurzen Sichtbarkeit des Ringplaneten in der südöstlichen Morgendämmerung gerechnet werden kann. Der Saturnaufgang erfolgt am 15. um 7:08 Uhr und verfrüht sich bis zum 31. um exakt eine Stunde bis auf 6:08 Uhr. Damit kann Saturn zum Monatsende hin unter guten Sichtbedingungen rund eine Stunde gesehen werden.

Planetenlauf Saturn im Jahr 2018 durch das Sternbild Schütze

Mond mit Saturn und Merkur morgens am 15. Januar

Sichtbarkeitsdiagramm Saturn



Die Fernglasplaneten Uranus und Neptun

Der grünliche Fernglasplanet Uranus im Ostteil des Sternbildes Fische hat seine Opposition seit dem Oktober des letzten Jahres hinter sich und kann unmittelbar nach Eintritt der Dunkelheit am Abendhimmel gut mit einem Feldstecher gesehen werden. Dabei finden wir Uranus zu Jahresbeginn vor seiner Höchststellung in süd-südöstlicher Richtung, zur Monatsmitte während, (Kulminationshöhe ca. 47°) und zum Monatsende hin nach seiner Höchststellung in süd-südwestlicher Richtung. Vom Morgenhimmel zieht sich Uranus aber zurück. Geht er am 1. noch um 2:11 Uhr unter, so erfolgt dies am 15. um 1:16 Uhr und am letzten Tag des Monats um 0:15 Uhr. Dabei verschwindet Uranus bereits rund eine 3/4 Stunde vor seinem Untergang im Horizontdunst.

Neptun, der bläuliche und schwächere der beiden Fernglasplaneten, ist nicht mehr so gut dran wie Uranus. Wenn es ausreichend dunkel ist, hat Neptun seine Höchststellung bereits deutlich hinter sich. Dazu kommt, dass er im Sternbild Wassermann noch deutlich südlicher steht als Uranus und lange nicht solche Höhen über dem Horizont erreicht wie er. Zu Jahresbeginn kann Neptun aber noch gute 3 Stunden mit Aussicht auf Erfolg gefunden werden. Allerdings schrumft diese Spanne durch die immer später untergehende Sonne und immer früher erfolgende Neptununtergänge schnell. Zur Monatsmitte kann Neptun noch rund 1 3/4 Stunden gesehen werden, und zum Monatsende hin nur noch 20 Minuten. Der Neptununtergang verfrüht sich von 22:04 Uhr zu Neujahr über 21:11 Uhr am 15. bis auf 20:11 Uhr am letzten Tag des Monats. Zu beachten ist aber, dass Neptun bereits eine knappe Stunde vor seinem Untergang im Horizontdunst verschwindet.

Planetenlauf Uranus von Mai 2017 bis Ende April 2018 im Sternbild Fische
Planetenlauf Neptun von Mai 2017 bis Ende April 2018 im Sternbild Wassermann

Uranus und Neptun abends am 10. Januar

Sichtbarkeitsdiagramme Uranus und Neptun